| 25 Jahre Jugendhaus und Jugendherberge
20
Jahre Jugendbildungsstätte Waldmünchen
Festakt am Freitag, 10.10.2008
Mitarbeiter-Hausfete am Samstag,
11.10.2008
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Viele Generationen von Kindern, Jugendlichen
und Erwachsenen hat die Jugendbildungsstätte Waldmünchen der KAB & CAJ
in den 25 Jahren ihres Bestehens bereits bei Freizeitfahrten, Gruppenleiterschulungen,
Konferenzen, Schulausflügen und Bildungsseminaren beherbergt.
Am Freitag, 10.10.2008, feierte die Jugendbildungsstätte mit
einem Festakt ziemlich auf den Tag genau ihr 25-jähriges Bestehen
als Jugendhaus und Jugendherberge. Zahlreiche Gäste, Freunde
und Förderer kamen aus der ganzen Republik nach Waldmünchen,
um auf 25 Jahre erfolgreiche Jugendbildungsarbeit zurück zu
schauen und die damaligen und heutigen Beteiligten für ihr
beherztes Engagement und die hervorragende Arbeit zu loben. Allesamt
begrüßte der Leiter, Alois Nock, ganz herzlich.
Auftakt für den Festnachmittag bildete ein Dankgottesdienst
im Trenckstadl, den der Regensburger KAB-Diözesanpräses
Dr. Roland Batz zusammen mit seinem Passauer Kollegen Franz Schollerer
zelebrierte. In seiner Predigt sprach Schollerer von der „Quintessenz
der Jugendarbeit“, wie junge Menschen auch an der Jugendbildungsstätte
Waldmünchen auf ihrem Lebensweg begleitet und unterstützt
werden.
Zu den offiziellen Gratulanten des Nachmittags gehörten Franz
Löffler, Waldmünchens Bürgermeister und inzwischen
Bezirkstagspräsident, Theo Zellner, Vorsitzender des Bayerischen
Landkreistages und Landrat in Cham, MdL Markus Sackmann,
Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, Ludwig
Spreitzer, Bezirkstagsvizepräsident, und der KAB–Bundesvorsitzende
Georg Hupfauer.
Ulrich Ballhausen, früher Bildungsreferent an der Jugendbildungsstätte
Waldmünchen und jetzt Leiter der Europäischen Jugendbildungs-
und Begegnungsstätte Weimar, formulierte in seinem Festvortrag „12
Anmerkungen zur Bedeutung eines besonderen Lernortes und eines
besonderen Lernfeldes“, welche er in aufgrund der fortgeschrittenen
Zeit sehr pointiert einzudampfen wusste. Eine kurzweilige und lang
ersehnte Auflockerung brachte zu vorgerückter Stunde die kreative
Präsentation der Möglichkeiten und Angebote an der
Jugendbildungsstätte durch das Team vom „RAUM für
Theater, Musik und Bewegung“ um den alt gedienten Jugendhäusler
Franz Bauer: Jonglage, Musik und Pantomime zeigten die Tücken
des Süßigkeitenautomates, internationale Austausche
(Keulen-Passing mit 4 Personen) und Videoschnitt mit Videoband
und Schere.
Und zuletzt lud der ehemalige Bildungsreferent Gebhard Schwägerl
vier Leute aufs Podium, um über Glückwünsche und
Visionen zu sprechen: Bernwald Bickmann, Mitglied im Vorstand der
AKSB, Nikolas Werth, Vorsitzender des Bezirksjugendrings Oberpfalz,
Thomas Rudner, Leiter des Koordinierungszentrums Deutsch-Tschechischer
Jugendaustausch TANDEM und Erwin Helmer, Landesdiakon der CAJ.
Musiker vom Max-Reger-Gymnasium Amberg umrahmten den Nachmittag
unter Leitung von Peter K. Donhauser mit gediegener klassischer
Musik – ein hervorragendes Geburtstagsgeschenk von einer
langjährigen, treuen Beleggruppe. Wer diesen – durch
die vielen Kooperationspartner im Jugendhaus-Netzwerk natürlich
voll gepackten – Nachmittag bis zum Schluss durchhielt, wurde
belohnt: Und zwar mit einem gewohnt köstlichen Festmenü im
Speisesaal, welches Küchenleiter Reinhold Hübl mit seinem
Team auftischte.
Am Samstag, 11.10.2008, schloss sich abends eine weitere kurzweilige
Feier mit über 130 ehemaligen und aktuellen Mitarbeitern,
Teamern und Praktikanten aus den letzten 25 Jahren an: Jubi-Quiz,
Foto-Raetsel und auch hier wieder leckeres Essen versüßten
die vielen Gespräche zwischen Alten und Neuen. Gespannt verfolgten
die Mitfeiernden außerdem den gut 20-minütigen Jubiläumsfilm,
der mit Interviews die Entstehungsgeschichte der Jugendbildungsstätte
und mit aktuellen Filmaufnahmen ein Porträt der Einrichtung
zeigte. Gemäß dem Schwerpunkt „Neue Medien“ war
dies eine moderne Antwort auf die Frage nach einer Festschrift – im
Booklet natürlich noch einige gedruckte Grußworte und
alte wie neue Fotos inklusive.
Zur Geschichte des Hauses: Im Oktober 1983 wurde nach langem Hin
und Her das Jugendhaus Waldmünchen in den Räumlichkeiten
des ehemaligen Landratsamtes Waldmünchen auf dem historischen
Schlosshügel eröffnet. Ein Glücksfall führte
Johann Ascherl (damals Präses der KAB-Sozialinstitute) und
Ernst Girmindl (damals Landrat im Landkreis Cham) zusammen. Der
eine suchte ein Haus für eine Familienerholungsstätte
und der andere hatte ein leerstehendes Landratsamt in Waldmünchen
anzubieten. So fand man zusammen, holte die CAJ ins Boot, baute
unter den kritischen Augen aller Beteiligten die alten Gebäude
um und ergänzte sie um praktische Neubauten. 1988 folgte dann
die Anerkennung als Bayerische Jugendbildungsstätte durch
den Bayerischen Jugendring und das Bayerische Kultusministerium,
später die Ernennung zur Jugendbildungsstätte für
den Regierungsbezirk Oberpfalz. Inzwischen haben sich mehrere Schwerpunkte
etabliert, die jährlich ca. 10.000 Gäste (oder anders
gerechnet ca. 30.000 Teilnehmertage) nach Waldmünchen bringen:
Berufsorientierung, Internationale Begegnungen, Gesellschaftspolitische
Jugendbildung, Medienpädagogik und Jugendkultur. Dies ist
aber sicher keine umfassende Aufzählung, was alles an der
Jugendbildungsstätte Waldmünchen geschieht. Und so hoffen
alle Mitarbeiter, die Träger, die Kooperationspartner und
nicht zuletzt die begeisterten Gäste, dass dieses Haus weiterhin
auf solch hohem Niveau im Dienste der Jugendarbeit stehen und Begegnung
zwischen Menschen ermöglichen wird.
Tobias Späth
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