Jugendzeit ist auch immer Zeit der Grenzüberschreitungen.
Das beinhaltet nicht nur den Wunsch, persönliche Grenzen
zu erfahren, auszutesten, zu erweitern und zu korrigieren, sondern
auch die Neugier auf das "fremde Leben". Internationale
Begegnungen und damit interkulturelles Lernen bieten auch die
entscheidenden Voraussetzungen, Ab- und Ausgrenzungsprozessen,
wie sie sich etwa in der Fremdenfeindlichkeit ausdrücken,
entgegenzuwirken, indem sie Offenheit, Toleranz und Solidarität
ermöglichen, aber auch zu einer Reflexion über das eigene
Leben und die eigenen Standpunkte motivieren.
Eine arbeitnehmerInnenorientierte und arbeitsweltbezogene
Jugendbildung von heute muß sich angesichts der Globalisierung
von Märkten und Arbeitsplätzen, besonders der internationalen
Arbeit, zuwenden, weil gerade hier Probleme und Chancen interkulturellen
Lernens dicht beieinander liegen. Durch Begegnung, Austausch,
Dialog und gemeinsame Projekte in den Themenfeldern Alltags- und
Arbeitsleben will die Jugendbildungsstätte einen Beitrag
zum gegenseitigen Verstehen leisten.
Aufgrund ihres Selbstverständnisses und
der geographischen Lage beteiligt sie sich darüber hinaus
auch an dem Aufbau entsprechender Jugendarbeits- und Jugendverbandsstrukturen
in den osteuropäischen Ländern.
Im Bereich der internationalen Arbeit werden
das Selbstverständnis der KAB und der CAJ als "internationalen
Bewegungen" und die Anforderungen als Jugendbildungsstätte
für den Bezirk Oberpfalz durch verschiedenste Maßnahmen
umgesetzt. Von besonderer Bedeutung sind dabei die jährlich stattfindenden Europäischen
Jugendwochen, die bilateralen Jugendbegegnungen und grenzüberschreitenden
Jugendkulturprojekte sowie die internationalen Multiplikatorenseminare.
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